Liebe
Gäste,
Seit August 2003 organisieren wir mit einer 22 Meter Luxus - Hochsee - Yacht
exklusive luxuscharter in der Adria.
Die
3 Deck-Motoryacht verfügt über mehrere Kabinen mit Bad/Dusche/WC, sowie Ess-
Trinkbar, Salon, verschiedene Sonnendecks und bietet daher ein sehr großzügiges
Ambiente. Für mehr Yacht-Info bitte die Yachtdaten anklicken.
In einem herrlich milden subtropischem Klima werden Sie traumhaft schöne Fahrten
erleben. Von der Yacht aus werden Sie den Anblick der schönsten Küstenpanoramen
Europas genießen. Wir fahren malerische Buchten und einsame Inseln an und ankern
vor Stränden, die fast nur für Sie zugänglich sind. Wir können verträumte
Fischerdörfchen, idyllische Städtchen mit historischen Sehenswürdigkeiten sowie
enge uralte Gassen, geschmückt von romantischen Restaurants, traditionellen
Weinkellern und gemütlichen Terrassen besuchen.
Lassen Sie sich verwöhnen, relaxen und genießen Sie jede Stunde und jede Minute
Ihres individuellen Urlaubs in angenehmer und gepflegter Atmosphäre.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch
Das Team von Stella Maris Yachting

Süddalmatien

Süddalmatien
ist mit nur 1.782 km² und 123.000 Bewohnern die kleinste und einwohnerärmste
Region Kroatiens. Trotzdem zieht die Gegend viele Touristen an, denn
Süddalmatien hat einmalige Städte, Inseln und Orte, mildes Klima, mediterrane
Vegetation und schöne Landschaften zu bieten.
Das Highlight Süddalmatiens ist ohne Zweifel Dubrovnik, dessen
mittelalterliche Altstadt von imposanten Festungsmauern umgeben ist und zum
Weltkulturerbe der UNESCO gehört. Die Dubrovnik Riviera lockt mit vielen
schönen Küstenorten. An erster Stelle ist hier Cavtat zu nennen, eines
der beliebtesten Badestädtchen an der südlichen Adria.
Auch die süddalmatinischen Inseln sind besuchenswert. Besonders schön ist die
Insel Korcula mit einer malerisch gelegenen Altstadt. Noch ursprünglicher
ist die mit dem Festland verbundene Halbinsel Peljesac. Südlich davon
erstreckt sich die Insel Mljet, die mit einem Nationalpark aufwarten
kann. Weiter draussen im Meer befindet sich die Insel Lastovo, die mit
ihrer schönen Lage vor allem Segler anzieht. Und der, der es etwas kleiner mag,
fährt auf die Elaphiten, einer Dubrovnik vorgelagerten, kleinen
Inselgruppe.
|
Cavtat
ist ein gut besuchter Badeort an der süddalmatinischen Küste. Der Ort
hat knapp 2000 Einwohner und liegt auf einer weit ins Meer ragenden, mit
Kiefern bewachsenen Halbinsel im Südteil der schönen Bucht Zupski
zaljev. Das milde Klima, die sehr schöne Lage, die lange Strand- und
Uferpromenade und die vielfältigen Freizeitmöglichkeiten ziehen jeden
Sommer viele Touristen an.
Die palmengesäumte Uferpromenade mit vielen Cafes und Restaurants
lädt zum Flanieren ein. An Sport– und Freizeitmöglichkeiten mangelt es
nicht, auch Nachtschwärmer kommen in Cavtat auf ihre Kosten. Rund um die
Halbinsel findet man viele Badebuchten sowie Fels- und Kiesstrände.
Sehenswert ist das Mausoleum von einer aus Cavtat stammenden
Reedefamilie Racic, dass auf dem höchsten Punkt der Halbinsel liegt und
über einen Stufenweg erreichbar ist. Interessant sind auch der
Rektorenpalast, die Barockkirche Sv. Nikola und das
Franziskanerkloster Sv. Vlaho direkt an der Uferpromenade.
|
|
|
Dubrovnik - Perle der Adria
Dubrovnik, eine der
eindrucksvollsten Städte Kroatiens, liegt weit im Süden Dalmatiens. Die
am Fuße des Berges Srd (412 m) liegende Hafenstadt
hat 50.000
Einwohner. Die traumhafte Altstadt zieht das ganze Jahr über viele
Besucher an und steht zu Recht auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes.
Dubrovnik ist reich an Kunstschätzen und die Straßen, Plätze, Kirchen
und Gebäude erzählen von der interessanten Geschichte der Stadt.
Das Klima ist im Winter mild, die Sommer sind trocken und sonnig
(mittlere Sonnenscheindauer im Juli ca. 12,4 h). Pro Jahr kommt
Dubrovnik auf ganze 2.554 Sonnenstunden. In der subtropischen Vegetation
wachsen unter anderem Steineichen, Zypressen, Pinien und Zitrusfrüchte.
Die Altstadt ist autofrei und wird von einer imposanten Mauer mit
Festungen und Wehrtürmen umgeben. Die 2 km lange, ausgezeichnet
erhaltene Stadtmauer ist das eindrucksvollste Bauwerk und wartet
mit interessanten Ein- und Ausblicken auf. Die begehbaren Mauern sind
bis 6 m dick und 25 m hoch. Durch 5 Tore kann man in die Stadt gelangen.
Das Pile-Tor im Westen ist das größte und gleichzeitig
wichtigster Zugang zur Altstadt. Der Stradun (oder Placa), die
breite Hauptgasse und Prachtstraße durch die Altstadt, lädt zum
Flanieren und Bummeln ein. Links und rechts gehen kleine Gassen und
Treppen ab, die man erkunden kann.
Besonders sehenswert sind innerhalb der Stadtmauern der
Rektorenpalast, in dessen schönen Innenhof im Sommer Konzerte
aufgeführt werden, der Sponza-Palast und das
Franziskanerkloster mit wunderschönem Kreuzgang und der noch im
ursprünglichen Zustand erhaltenen Apotheke von 1317, eine der ältesten
ganz Europas. Ausserdem die Jesuitenkirche, die die Stadt
überragt und in der die älteste Glocke Dubrovniks hängt, sowie das
Dominikanerkloster mit beachtlicher Galerie. Daneben gibt es noch
viele weitere Gebäude, Plätze, Kirchen, Paläste und Museen, die eine
Besichtigung wert sind. Cafes und Restaurants laden überall zum
Verweilen ein.
Besiedelt wurde das Stadtgebiet bereits um 7. Jh. v. Chr. von den
Griechen. Der große Ausbau Dubrovniks begann im 13. Jh. Die meisten
Bauten entstanden zwischen dem 14. Und 16. Jh., als die Stadt
wirtschaftlich, wissenschaftlich und kulturell aufblühte. Ab dem 14. Jh.
bis zum Anfang des 19. Jh. war Dubrovnik die Hauptstadt der unabhängigen
Republik Dubrovnik, dessen Handelsflotte selbst Venedig Konkurrenz
machen konnte. Zu Beginn des 18. Jh. verlor Dubrovnik wieder an
Bedeutung, Napoleon löste die Republik auf und die Stadt fiel 1815 an
Österreich.
1858 wurde das erste Hotel (Hotel Imperial) errichtet und Dubrovnik
bekam eine neue Bedeutung im Fremdenverkehr. Der Tourismus entwickelte
sich langsam und kam erst nach dem 2. Weltkrieg zum Aufschwung. Hart
getroffen wurde die Stadt im Jugoslawienkrieg. 1991/92 war Dubrovnik
umzingelt, es fielen Bomben auf die Altstadt und beschädigten viele
Gebäude. Heute sind die meisten Schäden jedoch wieder behoben und die
Stadt erstrahlt wieder in ihrer vollen Pracht und der Tourismus blüht
wieder auf.
|
|
Halbinsel Peljesac - Berge und Wein
 Die Halbinsel Peljesac liegt fast in ihrer
ganzen Länge vor dem Festland. Im Süden ist sie beim Ort Ston mit dem
Festland verbunden. Im Westen trennt sie nur der schmale Kanal von
Peljesac von der Insel Korcula. 8.000 Menschen leben hier auf der
zweitgrößten Halbinsel Kroatiens.
Peljesac ist von zerklüfteten Felslandschaften durchzogen. Der höchste
Berg ist der Sveti Ilija mit 961 m, von dessen Gipfel man
eine wunderbare Aussicht hat. Die Berge sind mit wilder Macchia bedeckt.
In den Tälern wachsen Wein, Oliven, Zitrusfrüchte, Zypressen, Pinien.
Auf Peljesac leben die letzten Schakale Europas, die man manchmal nachts
heulen hören kann.
Die Halbinsel ist relativ ruhig und die Touristen lassen sie entweder
ganz aus oder nutzen sie als Zufahrt zur Insel Korcula. Die Urlauber,
die direkt nach Peljesac kommen, bleiben vor allem im Ort Ston
mit der sehenswerten Festungsanlage und in den Orten der Peljesac
Riviera, hier vor allem im lebendigen Touristenort Orebic.
Der schönste Strand der Halbinsel ist der gut besuchte
Stadtstrand in Orebic. Weitere kleine Sand- und Kiesbuchten sind auch in
anderen Orten, vor allem an der Südküste zu finden.
Bekannt ist die Halbinsel vor allem für ihren guten Wein, den
roten Dingac, den trockenen Postup und den weißen und roten Kastelet.
Die Bewohner leben neben dem Weinanbau ausserdem vom Fischfang und von
der Muschelzucht.
|
|
Insel Korcula - Geschichte und Geschichten

 |
Die sehr sehenswerte süddalmatinische Insel Korcula
ist grün und hügelig. Der schmale Kanal von Peljesac trennt sie von der
gleichnamigen Halbinsel. Auf der 279 km² großen Insel leben ca. 17.000
Menschen. Das Klima ist mediterran und sonnig. Ganze 2671 Stunden
scheint die Sonne hier im Jahr. Neben Wein- und Olivengärten sieht man
hier Zypressen, Aleppo- und Schwarzkiefern sowie Palmen, Feigen- und
Mandelbäume. Ein großer Teil Korculas ist mit Macchia bedeckt.
Die touristisch gut erschlossene Insel hat viele Hotels, private
Unterkünfte und Campingplätze zu bieten. Hauptort und
Tourismusmittelpunkt ist die wunderschöne mittelalterliche Stadt
Korcula mit sehenswertem Stadtbild, die neben Dubrovnik zu den
meistbesuchten Orten Südkroatiens gehört. Einige Museen und schöne
Kirchen sind hier zu besichtigen, unter anderem das bedeutendste Bauwerk
Korculas, die St. Markus Kathedrale. Vorgelagert sind viele
kleinen Badeinseln, die größte mit 1 m² ist Badija, auf der es
auch ein Franziskanerkloster gibt. Weitere sind Vrnik und Majsan sowie
kleinere FKK-Inseln.
Zweiter touristischer Hauptort ist Lumbarda, der immer mehr
Urlauber anzieht. Ebenfalls auf Gäste eingestellt sind der Hafenort
Vela Luka, die größte Ortschaft der Insel, sowie Brna und
Prizba. Die kleinen Orte Blato, Smokvica, Cara
und Zrnovo liegen im Innenland an der Inselhauptstraße. Hier kann
man einige schöne Häuser, Kirchen und Kastelle besichtigen.
An Nord- und Südküste befinden sich einige schöne Felsbuchten. Sehr
idyllisch liegt die Badebucht Pupnatska Luka an der Südküste und
den längsten Strand findet man in Lumbarda.
Berühmt ist Korcula auch für die Schwerttänze, die hier im Sommer
aufgeführt werden. Eine Tradition, die vom Ende des 15. Jh wieder ins
Leben gerufen wurde. Der bekannteste Tanz ist der Moresca aus
Korcula und der Kumpanija aus Blato. Die Korculaner feiern einige
Feste (Highlight ist das Festival Viteskih Igara), bei denen man sie
besonders eindrucksvoll bewundern kann. Der Weltreisende Marco Polo
soll 1254 hier auf der Insel geboren sein, was nicht eindeutig
nachgewiesen ist. Sein Geburtshaus in Korcula kann man trotzdem
besichtigen. Sonst bietet Korcula einige Möglichkeiten zur
Freizeitgestaltung. Das Sport- und Kulturprogramm ist vor allem in der
Saison sehr vielfältig.
|
|
|
Insel Mljet - Naturparadies im Süden
Südlich zur Halbinsel Peljesac erstreckt sich die ca.
100 km² große Insel Mljet, auf der nur knapp 1.400 Einwohner
leben. Die Insel ist grün und mit Wäldern, vor allem Aleppokiefern und
Pinien bewachsen, die ca. 72 % der hügeligen Inseloberfläche bedecken.
Der Westen der Insel, eine der sch önsten
Insellandschaften Kroatiens, ist wegen seiner landschaftlichen Reize und
der einzigartigen Flora und Fauna seit 1960 Nationalpark.
Der Nationalpark Mljet ist 54 km² groß. Im Nordwesten befindet
sich ein einmaliges Seengebiet mit dem Großen und Kleinen See
(Veliko und Malo Jezero, 24 und 145 ha), die beide miteinander verbunden
sind und einen Zufluß zum Meer haben. Das bedeutendste Bauwerk der Insel
ist hier auch zu finden: ein Benediktinerkloster auf der kleinen
Marieninsel im See Veliko Jezero. Das Kloster wurde 1960 in ein
Hotel umgewandelt, was heute jedoch wieder geschlossen ist. Die Gäste
wohnten damals in den ehemaligen Mönchszellen des Klosters. Weitere
kleine Karstseen und -höhlen liegen im Inneren der Insel.
Auf Mljet leben Dammhirsche, Wildschweine und Mungos, eine Katzenart die
1910 zur Vertilgung der Giftschlangen ausgesetzt wurde. Was auch
erfolgreich war, denn heute gibt es zwar noch Mungos, aber kaum noch
Giftschlangen. Ausserdem sind einige seltene Vogel- und Eidechsenarten
zu sehen. Die Planzenwelt ist ebenfalls vielfältig.
Am besten erkundet man den Nationalpark zu Fuß oder mit dem Fahrrad,
denn die Spazierwege sind malerisch und bestimmte Gebiete sind autofrei.
Auch lassen sich die beiden Seen mit einem Kanu vom Wasser aus erkunden.
Tagesausflügler kommen vor allem aus Dubrovnik. Wer länger hierbleibt,
sucht Ruhe und unberührte Natur.
Hauptort ist die 500 Einwohner zählende Ortschaft Babino Polje im
Inselinneren ca. 6 km südlich des Hafens Sobra. Der Hafenort Sobra
ist Dreh- und Angelpunkt, Pomena, ein kleiner, ruhig und
idyllisch gelegener Touristenort im Nordwesten nahe der Seen, hat eine
Tauchbasis. |
|

Montenegro mit seinen wunderbaren und abwechslungsreichen
Landschaften konnte sich im alten Jugoslawien einen ansprechenden Lebensstandard
schaffen. Die Menschen hier fühlten sich als stolze und glückliche
Montenegriner, obwohl sie in ihrer ethnischen Abstammung nicht unterschiedlicher
hätten sein können: montenegrinisch, albanisch,
serbisch, bosnisch oder kroatisch. Mit dem fortschreitenden Zerfall des, uns
allen bekannten, alten Jugoslawien, den vier Kriegen, und den einsetzenden
Sanktionen gegen Rest-Jugoslawien verschlechterte sich die Situation Montenegros
von Jahr zu Jahr dramatisch. Die westlichen Touristen fehlten als
Haupteinnahmequelle.
Erst 1998, nach über acht Jahren, buchten wieder westliche Reiseunternehmen in
Montenegro. Vorausgegangen war eine Wahl, in der die Demokratie die Überhand
gewann. Dieser Wahlausgang, und die dann wieder in kleinem Ausmaß eintreffenden
westlichen Touristen entschärften die damals schon sehr angespannte Lage enorm,
denn sie gab den Menschen wieder Hoffnung. 1999 machte diesen Hoffnungsschimmer
der Krieg im Kosovo dann wieder zunichte. Auch im Jahr darauf kamen leider nur
wenige Touristen aus dem westlichen Ausland in dieses kleine, aber wunderschöne
Land. Die meisten Urlauber bleiben wohl wegen Angst und Unwissenheit über die
tatsächliche - ruhige - Lage fern. Seit dem Frühjahr 2002 kann man nun wieder
ganz normal seinen Urlaub im Reisebüro buchen. Reiseunternehmen wie TUI,
Neckermann, ITS und Air Marin haben Montenegro ins Programm aufgenommen.
Man spürt die Folgen der Sanktionen noch immer an einigen Stellen, und die alte
Ordnung ist noch nicht wieder ganz hergestellt. Aber die teilweise überaus
großzügige Gastfreundschaft und Freundlichkeit der Menschen in Montenegro, und
die wunderschöne Landschaft entschädigen für eventuelle Unannehmlichkeiten. In
keinem Land auf dem Balkan leben Menschen so unterschiedlicher Ethnien friedlich
miteinander, wie in Montenegro.
Bar (5 m
ü. d. Meer)
Die Bucht von Bar und ihr Hinterland haben dem Urlauber
etliches zu bieten: Ideales Baden am Sandstrand von Sutomore und in der
Sandbucht Canj (3 km nördlich), sowie ein interessantes Besichtigungsprogramm im
Ruinenfeld des verfallenen Ortes Stari Bar. Dazu einmal in der Woche
farbenprächtiges, unverfälscht montenegrinisches Marktleben vor dieser
"Geisterstadt". Schließlich einen Wald knorriger Olivenbäume an der alten Straße
nach Ulcinj, von denen einige über 2000 Jahre alt sind.
|
 |
Man muss unterscheiden zwischen
Novi Bar und Stari Bar. Auf der Küstenstraße von Norden kommend, erreicht
man zunächst den neuesten Teil von Novi Bar, eine schnell wachsende sterile
Stadt aus Hochhäusern. Ihr älterer Teil am Meer wurde beim Erdbeben 1979
stark beschädigt. Novi Bar ist nicht unbedingt Ferienort, wenn sich auch die
von der wachsenden Industrie verursachte Umweltbelastung in Grenzen hält.
Ein 3 km langer Sandstrand bei der Stadt wird fast nur von Einheimischen
besucht.
Der Hafen für die Fracht- und Autofährschiffe
besitzt keine gewachsene Wohnumgebung, er wurde erst nach den 2.Weltkrieg
auf die grüne Wiese gebaut. Mittlerweile gibt es aber einige Cafes und
Restaurants in der Nähe des Kais. Der Hafen besitzt größte
verkehrswirtschaftliche Bedeutung, denn hier endet die erst 1976 nach
25jähriger Bauzeit fertiggestellte Eisenbahnlinie Belgrad – Bar. |
Viele Urlauber buchen Ferien in diesem südlichen Teil
Montenegros der schönen und noch nicht überlaufenen, meist sandigen Strände
wegen. Als Aufenthaltsort in der Region von Bar eignet sich am besten Sutomore,
ein kleiner Ort oberhalb von Bar. Der feinsandige Strand ist dort 1000 m lang
und 30 m breit.
Geschichte:
Die erste Stadt Bar lag wahrscheinlich dort, wo sich heute
der Seehafen befindet. Doch waren die Bewohner dieser Siedlung vermutlich durch
Angriffe von Piraten gezwungen, ihre Wohnstätten landeinwärts zu verlegen. So
kam es zur Gründung der geschützt auf einem Hügel liegenden heute als Stari Bar
bezeichneten Stadt zu Füßen des Rumija-Gebirges. Nach Befreiung von der
Türkenherrschaft 1878 entstand jedoch auch an der Küste wieder eine Stadt: Novi
Bar. Sie erstreckt sich am Fuße eines niedrigen Bergrückens längs der Bucht von
Bar (Luka Bar). Zwischen Novi Bar und Stari Bar entwickelte sich ein dritter
Stadtteil mit modernen Hochhäusern.
| Über die Herkunft des Namens Bar
gibt es mehrere Theorien. Die einen bringen Bar mit dem gegenüber liegenden
italienischen Bari in Verbindung. Andere Meinungen leiten Bar vom
lateinischen Antibarum und von der griechischen Version des Namens Antivaris
ab. Schließlich wird der Name auch auf die Anwaren zurückgeführt, die Bar
einst beherrscht haben sollen. Das alte Bar stand im frühen Mittelalter
unter der Herrschaft des byzantinischen Reiches. 1183 eroberte der serbische
Supan Stefan Nemanja die Stadt. 1443 unterwarfen die Venezianer sie und
befestigten sie mit Wehrmauern und Rundbastionen. 1571 fiel die Stadt unter
dem Ansturm der Türken. Die neuen Herren dehnten Bar in südöstlicher und
nordwestlicher Richtung weiter aus. Was an neuen Bauten unter ihrem
Einfluss entstand, zeigte eine eigentümliche Verflechtung küstenländischer
und orientalischer architektonischer Formen und Stile. |
 |
1877 gelang es einer Armee der Montenegriner, die Türken aus
Bar zu vertreiben, allerdings erst nach einem gewaltigen Bombardement, bei dem
sämtliche Häuser zwischen den alten Befestigungsanlagen zerstört wurden. Die
Besitzer verließen die Trümmerstätte und bauten sich außerhalb der Stadtmauern
neue Wohnungen: Dies war der Beginn des allgemeinen Exodus aus Bar. Für weitere
Zerstörungen sorgten schließlich zwei Explosionen. 1881 flog eine spätromanische
Basilika, in der Munition lagerte, in die Luft. 1912 erlitt die ebenfalls
spätromanische Kirche Sv. Nikola von dem ältesten, noch erhaltenen Stadttor das
gleiche Schicksal. Heute ist die alte Stadt verlassen. 1952 begann dann der
Ausbau des neuen Bar zu einem großen, modernen Hafen.
Sehenswertes:
 |
Für Urlauber in dieser Region
ist Stari Bar die außerordentliche Attraktion. Diese Ruinenstadt auf dem
Hügel wirkt geisterhaft unwirklich. Und auch den Rundgang durch die von
hohem Gras bewachsenen fensterlosen Bauten begleitet das Gefühl
gespenstischer Verlassenheit. Der ursprünglich befestigte, aber durch das
Bombardement von 1877 weitgehend zerstörte obere Stadtteil von Stari Bar ist
nur ein Ruinenfeld. Interessanter auf einem Rundgang erscheint die
orientalisch anmutende, aber ebenfalls unbewohnte untere alte Stadt mit der
romanischen Markuskirche (11./12.Jhdt.), die gotische Kirche Sv. Katharina
(14./15.Jhdt.), dem spätmittelalterlichen, wahrscheinlich bischöflichen
Palast, und einem großen Aquädukt an der Nordseite der Stadt aus dem 16./17.
Jahrhundert. |
Auch bei Sutomore Sehenswertes sind die etwa 2 km nördlich zu
beiden Seiten der Küstenstraße gelegenen Festungsruinen Haj Nahaj und Tabija.
Die Ruinen von Haj Nehaj liegen auf einem felsigen Hügel.
Südlich von Sutomore steht die Ruine des einst berühmten
Klosters Ratac auf einer Halbinsel, von den Benediktinern im 11. Jahrhundert
gegründet. Außerdem gibt es drei eigentümliche Kirchen im Gebiet von Spic. Jede
hat zwei Altäre, einen für die Orthodoxen, den anderen für die Katholiken.
Budva (3 m ü. d. Meer)
Der montenegrinische Ferienort Budva besteht aus einer
reizvoll auf einer Landzunge gelegenen Altstadt und sich südlich davon an langen
Sandstränden ausdehnenden Hotelanlagen. Budva empfiehlt sich als Adria-Badeort
für alle Altersgruppen. Ein Rundgang durch die Altstadt von Budva gehört
eigentlich zu jedem Montenegro-Ausflugsprogramm. In der Hauptsaison finden in
Budva unzählige Kultur- und Musikveranstaltungen statt.
| Die Kette der
Strände von Budva beginnt ganz im Norden mit dem Abschnitt Jaz. In einer
angrenzenden kleinen Bucht bräunen FKK-Anhänger. An beiden Stränden feiner
Kies und auch ein wenig Sand. Von Budva zu Fuß erreichbar ist der Strand
Mogren, 500 m nordwestlich des Hotels Avala. Er besteht aus sauberen Kies-
und Sandarealen, die man auf einem schmalen Weg um etliche Felsnasen herum
erreicht. Die nächste Badebucht liegt neben dem Hotel Avala, direkt neben
dem Ortsbereich von Budva hinter der Altstadt. Hier haben sich in den
letzten Jahren auch viele Strandcafes angesiedelt. Südlich von Budva ist der
2,5 km lange Becici Strand – einer der schönsten in Montenegro. Entland des
Becici Strandes findet man unzählige Kioske, Imbissbuden, Cafes und
Diskotheken, aber auch einige sehr gute Fischrestaurants. |
 |
Geschichte:
Budva ist über 2500 Jahre alt. Die Stadt ist damit eine der
ältesten Siedlungen an der Adria. Der Legende nach wurde sie von Kadmo, einem
Sohn des Phönizischen Königs, gegründet. Die ursprünglich illyrische Siedlung
wird zum ersten mal im 4. Jahrhundert v. Chr. unter dem griechischen Namen
Butheo erwähnt. 168 v. Chr. kam Budva, jetzt Budua genannt, unter die Herrschaft
der Römer. Überreste der griechischen, illyrischen und römischen Zeit wurden
1936 beim Bau des Hotels Avala auf einem großen Gräberfeld entdeckt.
Bei der Teilung des Römischen Reiches im Jahre 395 in einen
ost- und in einen weströmischen Teil verlief die Grenze mitten durch Budva.
Dann, nach dem Zerfall des Imperiums, übernahm Byzanz die Macht. Stämme der
Slawen und Anwaren siedelten hier in der zweiten Hälfte des 6.
Jh. n. Chr.. Jetzt hieß nach dem Anwarenstamm Budva
eine Zeitlang Avarorum Sinus. 841 erschienen die arabischen Sarazenen mit einer
Flotte vor Budva. In diesem Jahr und noch einmal 867 plünderten und zerstörten
die Araber die Stadt.
1183 übernahm die Dynastie der serbischen Nemanjiden Budva in
ihren Machtbereich. Jetzt ging es aufwärts, die Stadt wurde autonom und erhielt
ein eigenes Statut. Von 1442 bis 1797 stand Budva dann unter venezianischer
Okkupation. Dennoch gelang es 1571 Piraten aus Ulcinj Budva zu erobern und in
Brand zu stecken.
Nach dem Zerfall der venezianischen Republik 1797 war Budva
abwechselnd von Österreichern, Russen und Franzosen besetzt. Von 1814 bis 1918
gehörte die Stadt zur österreichisch-ungarischen Donaumonarchie.
Cetinje (672 m ü. d. Meer)
|
 |
Wenn man das Großartige
Landschaftserlebnis der Auffahrt aus der Bucht von Kotor über die Lovcen
Straße (17 nummerierte Kehren mit 8 - 10 % Steigung auf 15 km Länge) hinter
sich hat, dann ist Cetinje zunächst nichts anderes als ein Rastplatz mit
einigen Gaststätten und Cafes. Man ahnt kaum, dass in dem verträumten
Kleinstädtchen, das auf grüner Hochebene von Felsen umschlossen liegt, einst
Weltgeschichte geschrieben wurde. Beim Rundgang durch die zu Museen
umgestalteten alten Paläste werden Legenden zur Wirklichkeit. |
Man blickt fasziniert dem Porträt des einstigen
Kirchenfürsten und Dichter Njegos in die schwarzen Augen, man bewundert die
Ordensammlung des Königs Nikola und jenen Billardtisch, der einst auf Befehl des
Königs auf abenteuerlichen Saumpfaden aus der Bucht von Kotor über die Berge
nach Cetinje geschafft wurde. Auch der geschichtlich weniger interessierte
Tourist wird beim Anblick der einzigartigen Sammlungen in den Bann der
Geschichte und Geschichten um Montenegro gezogen. Cetinje gerät zum aufregend
unterhaltsamen Erlebnis einer Reise in die Vergangenheit dieses unwirklichen
Berglandes.
Geschichte:
Die Hochebene von Cetinje war schon in prähistorischer Zeit
besiedelt. Funde aus einer Höhle (steinzeitliche Werkzeuge) beweisen es. Die
grüne "Insel" inmitten karstiger, schwer zu übersteigender Berge ließ die Gegend
um das heutige Cetinje wohl schon früh in der Geschichte Zufluchtsort für
Vertriebene werden. So ist bekannt, dass sich hier einst Angehörige der
Bogomilensekte verbargen.
Eine historische Rolle übernahm das Fürstentum Montenegro mit
seinem Hauptort Cetinje jedoch erst, nachdem 1389 der serbische Fürst Lazar auf
dem Amselfeld den Türken unterlegen war. Damals stand den Orientalen der Weg
nach Europa offen, aber Montenegro war zunächst für das Heer der Türken
uneinnehmbar. Das kleine Bergland regierten und verteidigten anfangs weltliche
Herrscher. Dann übernahmen 1499 bzw. 1516 die jeweils amtierenden kirchlichen
Metropoliten die Macht im Kleinstaat.
1687 trat erstmals ein Angehöriger der Familie
Petrovic-Njegos an die Spitze des Fürstbistums, das sich in der Folgezeit
wiederholt gegen Angriffe der Türken verteidigen musste. Zwar konnten sie
mindestens dreimal (1683, 1714 und 1785) in Cetinje eindringen, die Stadt
plündern und das Kloster niederbrennen, aber es gelang ihnen nie, sich länger in
der abgelegenen Gebirgsgegend zu halten. Die freiheitsliebenden Montenegriner
vertrieben sie immer wieder.
1813 wurde in dem kleinen Dorf Njegusi (an der Straße von
Kotor nach Cetinje gelegen) der von 1830 bis 1851 als Peter II. Njegos
regierender Nachfolger von Peter I. geboren; das Geburtshaus kann besichtigt
werden. Peter II. Njegos beherrschte fünf Fremdsprachen, las deutsche Klassiker
im Original ebenso wie französische Philosophen und Dramen von Shakespeare.
Njegos wurde zum größten Dichter, den Montenegro je hervorgebracht hat. Er
bewährte sich aber auch als treffsicherer Pistolenschütze und als geschickter
Billardspieler. 1838 ließ er das „Palais Billarda“ errichten. Allzu früh starb
er im Alter von nur 38 Jahren an Lungentuberkulose.
Unter seinem Nachfolger Danilo II. (1851-1860) wurde die
geistliche Macht wieder von der weltlichen getrennt. Danilo übergab die
Regierung schließlich seinem Neffen Nikola I., der von 1860 bis 1916 regierte.
1910 ließ sich Nikola zum König von Montenegro krönen.
Nikola finanzierte die Staatsausgaben durch Verkauf von
Briefmarken ebenso, wie durch Bestechungsgelder der Großmächte, er führte auf
eigene Faust einen Krieg gegen das albanische Shkoder, das er besetzte. Er
sprach Recht unter einem Baum, berief zeitweise ein Parlament, ließ aber den
Regierungschef für Jahre einsperren, als dieser eigene Initiativen entwickelte.
Nikola hatte zeitweise bis zu 15 Botschaften in seiner Stadt, wurde "Bismarck
des Balkan", aber auch "Zaunkönig" genannt. Zu Beginn des Ersten Weltkrieges
setzte er auf die russische Karte. Doch 1916 vertrieben ihn und ein
französisches Expeditionskorps die Österreicher, die auf der von ihnen 1876-81
erbauten Lovcen - Passstraße von ihrem Flottenstützpunkt Cattaro (heute Kotor)
aus nach Cetinje aufgestiegen waren. Nikola starb 1921 im französischen Exil.
Sehenswertes:
Am Trg Marsala Tita das Palais Billarda mit Möbeln und
originalgetreu hergerichteten Zimmern aus der Regierungszeit von Peter II.
Njegos. Dahinter ein flacher Bau mit einem Relief der Berge Montenegros. Von
1916 bis 1918 haben österreichische Soldaten aus Langeweile in dem
abgeschiedenen Ort diese Darstellung zusammengebastelt. Eine weitere
Sehenswürdigkeit ist das Nationalmuseum mit Waffen, Bildern und
Erinnerungsstücken aus der Zeit von König Nikola – eine einzigartige Sammlung.
Die zahlreichen Orden, die der König seinerzeit aus aller Welt empfing, lassen
sich hier ebenso bewundern, wie ein Geschenk des deutschen Kaisers Wilhelm II.,
sein eigenes Reiterstandbild im Kleinformat.
|
 |
Unweit westlich liegt das von
einem viereckigen Turm beherrschte Mutter-Gottes-Kloster, 1485 gegründet,
später zerstört, aber wiederaufgebaut. |
Nicht weit von Cetinje entfernt vermittelt ein Erlebnis
besonderer Art der Besuch des Grabmals von Peter II. Njegos. Der Dichterfürst
wurde zunächst 1856, 14 Jahre nach seinem Tod, auf dem Gipfel des 1657 m hohen
Berges Jezerski vrh beigesetzt. Im Ersten Weltkrieg wurde die Grabkapelle
zerstört. Die Österreicher überführten deshalb 1917 die sterblichen Überreste
des Fürsten nach Cetinje. 1934 wurden die Gebeine wieder auf den Gipfel zurück
gebracht. 1972 wurde ein neues Mausoleum fertiggestellt, ein Werk des bekannten
Bildhauers Ivan Mestrovic. Dort hat jetzt der große Montenegriner seine letzte
Ruhestätte gefunden. Eine über 20 km lange Straße führt von Cetinje aus zu der
Höhe, die einen weiten Rundblick über die großartige Landschaft bietet.

Bei der Fahrt über die Lovcenstraße fesselt jenseits der
Passhöhe die Aussicht über die Bucht von Kotor immer wieder. Schließlich
erreicht die Straße eine Höhe, bei der gleichzeitig auch die Bucht von Tivat
sichtbar wird. Auffallend an der Passstrasse ist eine große Schleife im Form
eines M. Man erzählt sich, dass der österreichische Baumeister heimlich in
Milena, die Frau von König Nikola, verliebt war, und deshalb extra eine Kurve
mehr gebaut hat, um mit diesem "M" seine Liebe zu verewiglichen.
Durmitor
Gebirge
Das bis zu 2522 m hohe Durmitor Gebirge ist größtenteils
Nationalpark. Der wichtigste Ferienort ist Zablijak. Blühende Bergweisen, ein in
vielen Windungen zum See verlaufender Bach und bunt gestrichene Berghäuschen
ergeben zusammen ein stimmungsvolles Panorama. Die Hochebene wird auch als „Land
der kleinen Seen“ gerühmt. Auf dem Gebirgsstock gibt es allein 20 in Höhen
zwischen 1400 und 2200 m `Tropfenfänger` von Gletschern in der Nähe. Im Sommer
ist es ein Paradies für Wanderer und Bergsteiger, im Winter kommen Skifahrer auf
ihre Kosten. Zahlreiche Sessel- und Schlepplifte sind vorhanden.
| Der berühmteste See ist der Crno
jezero, der Schwarze See, unter dem Bergmassiv von Medjed, das 700 m hoch
über der Wasseroberfläche aufragt. Über dem Schwarzen See liegt noch ein
zweiter, kleinerer See, 450 m lang und 260 m breit, der mit dem größeren
verbunden ist. Beide Seen umgeben dichte, dunkle Wälder. Zwar gibt es ein
Restaurant am See, empfehlenswert ist es aber bei einem Spaziergang um den
See ein Picknick zu machen. Plätze hierfür sind vorhanden. |
 |
Höchster Gipfel des Durmitor Gebirges ist der Bobotov Kuk mit
2522 m. Geübte Bergsteiger schaffen ihn von Zablijak aus in fünfstündigem
Aufstieg. Weitere lohnende Gipfel sind der Sljene mit 2477, der Prutas mit 2393
und der Soje mit 2388 m, alle in etwa vier Stunden zu bezwingen. Es gibt
allerdings nur einige sehr einfache Hütten, und keine organisierte Bergrettung.
Der Blick von diesen Gipfeln über Täler, Schluchten, über die
gewundenen Wasserläufe, über Schneefelder und grüne Wiesen bleibt ein
unvergessliches Erlebnis.
|
 |
Viel Wild lebt in dieser Gegend.
Es gibt Bären, Wildschweine, Hirsche, Gämsen, Füchse und Hasen. An den Seen
leben während des ganzen Jahres verschiedene Arten von Wasservögeln.
Urlauber können in beiden Seen angeln. Auch Jäger kommen auf ihre Kosten,
sie können Abschusslizenzen erwerben. Sie haben außerdem die Möglichkeit vor
Ort organisierte Ausflüge zu buchen. Das Angebot reicht von Berg- und
Jeeptouren bis hin zu Klettern und Paragliding. Oder sie leihen sich einfach
ein Mountainbike und erkunden die Umgebung auf eigene Faust. In der Agentur
"Summit" in Zabljak bekommen sie alle nötigen Informationen. |
Herceg-Novi (10-150 m ü.
d. Meer)
Der Ferienort Herceg-Novi liegt an der montenegrinischen
Adria-Küste in der von Bergen geschützten Topla-Bucht und ist bekannt für sein
überaus mildes Klima und den reichen subtropischen Pflanzenwuchs.
Geschichte:
Die Entwicklung von Herceg-Novi beginnt erst im Jahre 1382.
Damals beschloss der bosnische König Tvrtko, am Eingang der Bucht einen Hafen zu
bauen, um für sein Reich einen Zugang zur See zu gewinnen. Er realisierte den
Bau innerhalb von nur fünf Monaten und eröffnete zunächst einen Salzmarkt. 1448
ergänzte Herzog Stjepan den erfolgreichen Handelsplatz durch eine Fabrik. Nach
ihm erhielt die inzwischen befestigte Ansiedlung (Herzog=Herceg) ihren Namen.
1483 eroberten die Türken die Stadt. Am 4.Juni 1538 rückte
unter Führung von Andrea Doria eine vereinigte Seestreitmacht von Spaniern,
Venezianern und Truppen in päpstlichem Dienst an, der es gelang, die Türken in
die Flucht zu schlagen. Sieger Andrea Doria persönlich arbeitete die Baupläne
für eine Festung über der Stadt aus, die nach den Spaniern Spanjola genannt
wurde.
Der über den Verlust von Herceg-Novi erboste Sultan Selim II.
schickte bald ein Expeditionskorps mit nicht weniger als 110 Schiffen vor die
Stadt. Unglücklicherweise hielt sich Andrea Doria mit seiner Flotte andernorts
auf, so dass 8000 Türken die Wälle der Stadt überrennen und während einer
einzigen Nacht 3000 Verteidiger niedermachen konnten. Die Schlacht endete erst
nach 25 Tagen mit der Kapitulation, wobei sich die spanischen Verteidiger freien
Abzug zusichern ließen. Als die Türken bemerkten, dass auf der anderen Seite nur
noch 50 Soldaten übrig geblieben waren, boten sie den Tapferen an als Freie in
der Stadt zu bleiben.
1687 gelangte die Stadt unter die Herrschaft Venedigs. 1797
wurde sie von Österreichern besetzt. 1806 und 1807 ankerte vor ihrer Küste die
russische Kriegsflotte. Von 1807 bis 1811 waren die Franzosen da, 1814 hielt die
montenegrinische Armee vorübergehend Herceg-Novi, dann blieben die Österreicher
bis 1918.
|
Sehenswertes:
Am Markt ein zierlicher Uhrturm und der
Karadja-Brunnen mit türkischer Inschrift. Auf einem Felsen über der Bucht
das venezianische Hafen-Fort; darüber das ebenfalls einst venezianische
Forte-Mare. Die Ruine Kanli Kula, ebenfalls eine der früheren Bastionen rund
um die Stadt, beherbergt heute eine große Freilichtbühne. Den Hügel krönte
die Ruine der 1538 von den Spaniern erbauten Festung Spanjola, die beim
schweren Erdebeben von 1979 gänzlich zusammenstürzte. Von der Höhe bietet
sich ein schöner Rundblick. |
 |
Im westlichen Teil der Stadt befindet sich das Archäologische
Museum sowie eine früher von Nobelpreisträger Ivo Andric bewohnte Ferienvilla.
Östlich von Herceg-Novi finden sich Parkanlagen mit dem
orthodoxen Kloster Savina mit zwei Kirchen. Der Name rührt von der alten Kirche
des hl. Sava aus dem 13. Jh. her. Die kleinere ältere Kirche aus dem 11. Jh.
birgt eine reichhaltige Schatzkammer: Kunstgegenstände aus dem 15.-19- Jh., so
u. a. ein Bischofskreuz aus Kristall von 1219, einen vergoldeten Reif und einen
versilberten Reliquienschrein von 1675. Die neue, Ende des 18. Jh. erbaute
Kirche gilt als geglückte Synthese zwischen Barockform und traditioneller
byzantinischer Bauweise.
Igalo (3 m ü. d. Meer)
Das ist der Kurort von Montenegro. Grundlage für die
medizinische Therapie von Iglao ist der leicht radioaktive Meerschlamm. Vor über
100 Jahren schon erschienen darüber die ersten wissenschaftlichen
Untersuchungen. Aus kleinen Anfängen entwickelte sich am Eingang der Bucht von
Kotor ein Kurzentrum, das neben dem Schlamm auch das Wasser einer ebenfalls
leicht radioaktiven Mineralquelle, ferner Meerwasser sowie das hier
ausgeglichene mediterrane Klima als weitere natürliche Heilfaktoren einsetzt.
Igalo gilt als preiswerter Kurort, weshalb neben Auswärtigen
auch viele Einheimische hier ihre Leiden kurieren
Kurprogramm:
Als Indikatoren werden u. a. genannt: Allergien, Arthrosen,
Asthma, Blutarmut, Durchblutungsstörungen, Frauenkrankheiten, Galle- und
Leberleiden, Gicht, Hauterkrankungen, Herz- und Gefäßkrankheiten, Heuschnupfen,
Ischias, Krampfadern, Lähmungen, Migräne, Nierenleiden und Erkrankungen der
ableitenden Harnwege, Schlafstörungen, Stresserscheinungen, Venenentzündungen
und Wirbelsäulenerkrankungen. Als Therapien kommen u. a. in Frage: See- und
Mineralbäder, Vibrations- und Unterwassermassagen, Pelloid- und Fangopackungen,
Faradisation, Galvanisation, Ultraschall, Arbeits- und Beschäftigungstherapien
und Trinkkuren.
|
 |
Das Mineralwasser des Heilbads wird als
muriatisch-salinisch bezeichnet. Mit 3,7 Mache-Einheiten ist es leicht
radioaktiv. Verwendet wird es sowohl für Bäder als auch zum Trinken. Der
Meeresschlamm ist ein organisch-minerlaisches Peloid, ebenfalls leicht
radioaktiv.
Die Küsten-Magistrate führt in angemessener
Entfernung an Igalo vorbei. So ist der Kurort zwar an den Verkehr
angeschlossen, wird aber nur von wenigen Autos durchfahren.
|
Der Strand von Igalo ist etwa 1 km lang. Er besteht aus
feinem Sand, ein Promenadenweg zieht sich an der See hin. Die radioaktiven
Mineralquellen liegen bei der Mündung des Flusses Sutorina. Etwa 10 km nördlich
von Igalo liegt das Drei-Länder-Eck, wo Kroatien, Bosnien-Herzegowina und
Montenegro aneinandergrenzen.
Kotor (5 m ü. d.
Meer)
Die Stadt liegt in großartiger Berglandschaft am südöstlichen
Ende der Bucht von Kotor. Der Besuch der von mächtigen Festungsmauern
eingerahmten Altstadt von Kotor mit ihren Kirchen und Palästen ist ein
einzigartiges Erlebnis. Fahrzeuge sind schon seit vielen Jahren aus den engen
Gassen verbannt worden. Die gesamte, nach der Stadt Kotor benannte Bucht, die
mit den ringsum aufragenden, karstigen Bergen stark an einen norwegischen Fjord
erinnert, vermittelt einen der stärksten landschaftlichen Eindrücke in
Montenegro. Die engen Durchlässe stellten zu allen Zeiten einen natürlichen
Schutz gegen eindringende Eroberer dar. Wohl auch aus diesem Grund und nicht nur
der starken Mauern wegen, blieb die Stadt Kotor von der Unterwerfung durch die
Türken verschont.
Geschichte:
Die am südlichen Ende der Boka Kotorska (Bucht von Kotor)
gelegene griechische Kolonie hieß Akurion. In der Römerzeit nannte man die Stadt
Acruvivium, und im Laufe des Mittelalters entstanden die Variationen Dekadaron,
Catarum, Catera und Cathara. Unter den Südslawen setzte sich früh der Name Kotor
durch, während der italienisch-venezianische Dialekt daraus Cattaro formte.
Nach dem Untergang des Weströmischen Reiches fiel Kotor an
Byzanz, wobei es kommunale Autonomie erhielt. Die erworbenen Rechte behielt die
Stadt auch, als sie zwischen 1186 und 1366 zum serbischen Königreich der
Familien Balsic und Nemanjic gehörte. Nach kurzen Regierungszeiten des
kroatisch-ungarischen Königs Ljudevit und des bosnischen Königs Tvrtko I. wurde
Kotor mit seinen benachbarten Ländern zunächst selbständig. Doch Feudalherren
der Umgebung veranlassten Kotor schließlich 1420, sich der Herrschaft Venedigs
zu unterwerfen. Sie dauerte bis 1797 und hat die Stadt nachhaltig geprägt.
In diesem Jahr besetzten österreichische Truppen die Stadt.
1806 wurden sie von Russen abgelöst und diese 1807 von Franzosen, die bis 1813
blieben. Dann kamen wieder die Österreicher, die vor Kotor ihre Kriegsflotte
verankerten, und von der Bucht aus nach Cetinje aufstiegen, das sie eroberten.
Im April 1941 landeten italienische Truppen, die später von deutschen Soldaten
abgelöst wurden. Im November 1944 eroberten die Partisanen die Stadt.
Sehenswertes:
| Vor der 4 km langen und bis zu
10 m hohen Stadtmauer stehen dem Kai gegenüber die Marktstände. Durch das
westliche Haupttor (Seetor) erreicht der Besucher den Platz der
Oktoberrevolution, auch Stadtplatz genannt, mit dem Rathaus aus neuerer
Zeit. Die gesamte Westseite des Platzes nimmt ein unvollendeter
venezianischer Palast ein. Neben dem Stadtturm von 1602 führt eine Gasse zur
früheren Michaelskirche. An den Palais Bisanti (17. Jh.) und Beskuca vorbei
geht es dann weiter durch Gassen zur Kathedrale des hl.
Tryphon (Sv. Tripun). Sie stammt aus dem 12. Jh. und besitzt zwei
unterschiedlich hohe Renaissancetürme aus dem 17. Jh.. Über dem Hochaltar
befindet sich ein Ziborium von 1362, in der Sakristei der Silberschmuck des
Hochaltars, und in dem angebauten Reliquarium die Reliquien des hl. Tryphon
und ein altes Kruzifix. |
 |
Weiter nördlich, am Palast Drago vorbei, führt ein Gässchen
zum Marinemuseum im ehemaligen Grgurina-Palast aus dem 18. Jahrhundert.
Nun zu einer Gasse, die parallel zu den fast senkrechten
Felswänden im Hintergrund verläuft: Dort erreicht man einen steilen
Treppenaufgang. Hier beginnt der Aufstieg zur Gospodja Zdravlja, der
Muttergotteskirche, aus dem Jahr 1500. Von dort geht es weiter zur 260 m hoch
gelegenen Festung Sveti Ivan, deren Mauern bis zu 20 m hoch und bis zu 10 m
stark sind. Man weiß weder, wer mit dem Bau dieses gewaltigen Bollwerks begonnen
hat, noch wann dies geschah. Die Stadtmauer von Kotor jedenfalls entstand in
ihrer heutigen Form bereits in der Zeit der Herrschaft der Familien Nemanjic und
Balsic, sowie während der Zugehörigkeit zur Republik Venedig. Die starken
Befestigungsmauern widerstanden mehrfach in der Geschichte anstürmenden Feinden,
vor allem Angriffen der Türken, die 1539 und 1657 ihre stärksten Attacken gegen
Kotor ausführten. Doch konnten die türkischen Invasoren niemals die Stadt
einnehmen.
Perast (3 m ü. d. Meer)
Das in der Bucht von Kotor gelegene Städtchen Perast,
zuweilen "Tote Stadt" genannt, steht unter Denkmalschutz und erwacht langsam
wieder zu neuem Leben. Ähnlich wie früher Kotor bietet es ein architektonisch
überaus eindrucksvolles altertümliches Bild. Wenn auch bei vielen Häusern die
Dächer fehlen und nur noch Ruinen vom einstigen Glanz und Blühen der Stadt
künden, kann sich der Besucher dem Reiz der mittelalterlichen Atmosphäre nicht
entziehen. Die Zahl der "historischen Ruinen" vermehrte das schwere Erdbeben von
1979 durch neue Einstürze.
Geschichte:
Unter dem Namen Parestum wird das sich zu Füßen des
Sutilija-Berges (837m) direkt am Wasserrand hinziehende Städtchen 1326 erstmals
erwähnt. Die Geschichte von Perast verlief bis Ende des 16. Jahrhunderts in
ähnlichen Bahnen wie die von Kotor. Auch Perast konnten die Türken, die immerhin
den ganzen nördlichen Teil der Bucht besetzten, nie einnehmen. Besonders
eindrucksvoll schlugen die Peraster am 15. Mai 1654 die anstürmenden Orientalen
in die Flucht. Eine Inschrift über dem Eingang der Kirche Sv. Nikola erinnert an
das denkwürdige Ereignis.
Weil landwirtschaftlich nutzbar Flächen fehlten, verlegten
sich die Einwohner auf den Schiffsbau und die Seefahrt. Bereits Anfang des 14.
Jh. soll in Perast eine Werft bestanden haben. Auf der Höhe seiner
wirtschaftlichen Blüte, Mitte des 18. Jh., wohnten in Perast die Eigner von mehr
als 50 größeren Handelsschiffen, die in der Adria und die griechischen Küsten
entlang segelten. Der Reichtum dieser Bürger ermunterte 1624 die Piraten aus
Nordafrika, Perast mit einer gut bewaffneten Flotte zu überfallen. Die Räuber
wurden diesmal, und auch in den folgenden Jahren, immer wieder in die Flucht
geschlagen. Peraster Bürger entwickelten sich bei diesem Gefechten zu erfahrenen
See- und Landkämpfern - die beste Empfehlung für die Venezianer, sie künftig für
ihre Schiffe anzuheuern, und zugleich auch der Anfang seemännischer Karrieren
Peraster Bürger im Dienst vieler anderer Staaten.
Kapitän Marko Marinovic (1663-1716) richtete 1698 in Perast
eine nautische Schule ein, zu der Peter der Große von Russland 17 junge Männer
zur Ausbildung schickte. In dieser Zeit kam immer mehr Wohlstand nach Perast,
die Bürger hatten genug Geld, um ihre Wohnstätten in ansehnliche Paläste zu
verwandeln, wobei sich Spätrenaissance und Barock mischten.
Über Perast liegt eine 1600 gebaute Festung, mit deren Hilfe
es angeblich den Verteidigern 1813 gelang, eine französische Flotteneinheit
abzuwehren.
Sehenswertes:
| Nicht die einzelnen Paläste und
Bürgerhäuser, deren Geschichte zum Teil bekannt ist, wirken am stärksten auf
den Besucher, sondern die ganze Atmosphäre dieses alten Städtchens. Das
Barock-Palais der Familie Bujovic beherbergt das kleine Heimatmuseum. Und in
der ehemaligen Marineschule befindet sich ein Seefahrtmuseum. Darin zu sehen
ist auch die einstige Kriegsflagge der russischen Flotte, ein Geschenk von
Peter dem Großen an den Museumsgründer. In der Pfarrkirche des hl. Nikolaus
befindet sich eine Schatzkammer mit schönen Gold- und
Silberschmiedearbeiten. Sehenswert ist auch der achteckige Glockenturm.
|
 |
Vor Perast, ein Stück weit draußen in der Bucht, liegen zwei
Inseln: Östlich Sveti Juraj, westlich Gospa od Skrpjela. Auf Sveti Juraj steht
zwischen dunklen Zypressen ein Benediktinerkloster mit Kirche aus dem 12. Jh..
Die Abtei wurde weiderholt geplündert und bei Erdbeben zerstört. Die Insel
Gospa od Skrpjela bestand ursprünglich nur aus einem Felsenriff. Zwei fischende
Brüder sollen dort am 22. Juli 1452 nachts ein leuchtendes Madonnenbild entdeckt
haben, das sie nach Perast brachten. Von dort verschwand es dreimal wieder, um
auf das Riff zurückzukehren. Da wussten die Brüder, dass sie dort eine Kirche
bauen sollten. Sie schütteten Steine rings um das Riff, und erbauten eine später
mehrfach erweiterte Kirche, in der das wundertätige Muttergottesbild gezeigt
wird. Neben Gemälden und Statuen einheimischer und venezianischer Künstler
bilden 2500 silberne Votiv-Tafeln, Dankesgaben von Seefahrern, den interessanten
Schatz in der Kirche. Viele Typen von Schiffen sind auf den Votivtafeln zu
sehen, meist Szenen aus Stürmen oder von Kämpfen mit Piraten. Zur Erinnerung an
die wundersame Erscheinung der beiden Brüder findet alljährlich von Kotor und
Perast aus am 22. Juli eine Wallfahrt zur Insel mit festlich dekorierten Booten
statt. Es können auch Ausflüge mit dem Boot dorthin gebucht werden.
Petrovac na moru (3 m ü.
d. Meer)
Den Vorteil von Petrovac als ruhigen Erholungsort erkennt der
Anreisende schon von weitem: Der Ort liegt abseits der Küsten-Magistrale. Genau
bei der Kreuzung, an der die Straße Belgrad - Podgorica auf die Küstenroute
trifft, breitet sich in einiger Entfernung das familienfreundliche Seebad
inmitten von Olivenhainen und Pinienwäldern aus. Sein auffallendes Merkmal ist
der hellrote bis hellbraune, aus Kiesel und Sand gemischte Strand. An der
Uferpromenade und in der Hafengegend finden sich viele kleine Restaurants.
|
 |
Petrovac liegt vor der
eindrucksvollen Kulisse der fast 1000 m aufsteigenden, verkarsteten Höhe des
Pastrovici, über den eine windungsreiche Straße in das Landesinnere und zum
Skutari-See führt. Die kleine Bucht von Perast ist teils von bewaldeten,
teils mit Olivenkulturen bepflanzten Hügeln umgeben. |
| 2 km südöstlich von Petrovac
liegt der 1,8 km lange, 30 bis 40 m breite Strand Buljarica, der meist von
Einheimischen besucht wird. Hinter diesem Küstenstreifen steht der Turm von
Boskovic als Erinnerung an einen montenegrinischen Helden, der 1685 in einer
Schlacht gegen die Türken fiel. |
 |
Geschichte:
Petrovac na moru hieß bis 1919 Castel Lastua und trug damit
den Namen jener Festung am Ende der Bucht, die von den Venezianern dort Ausgang
des 16. Jh. erbaut worden war. Vor den Venezianern waren natürlich auch hier
schon die Römer da. Aus der Römerzeit stammen die Reste einer Villa. Ein
bruchstückhaft erhaltenes Mosaik dieses Bauwerks ist hinter der heutigen Kirche
Sv. Ilija zu entdecken.
Was sonst über den Ort bekannt, bzw. bemerkenswert ist, hat
eher den Charakter einer Saga. Etwa die Geschichte der Jungfrau Ruza, die sich,
vor den Türken fliehend, vom höchsten Felsen westlich von Petrovac ins Meer
stürzte, um dem Verlobten nicht untreu zu werden. Oder die ergreifende Erzählung
vom schiffbrüchigen Fischer, der sich auf ein Felsenriff vor Petrovac retten
konnte, später aus Dankbarkeit für das Eingreifen himmlischer Mächte Geld
sammelte und auf der Klippe eine Kirche baute. Die Mini-Insel heißt heute Sveti
Nedjelja (Heiliger Sonntag).
Eine weitere Legende rankt sich um die 3 km nördlich liegende
Ruine des Klosters Rezevici. Dort soll früher ein Gasthaus existiert haben, vor
dem sein kundenfreundlicher Wirt stets einen gefüllten Weinkrug bereit stellt,
auf dass sich durstige Wanderer ohne Warten sofort erquicken konnten. 1226 kam
der König Stefan Prvovencani des Wegs daher. Nachdem auch er den Weinkrug
geleert hatte, dachte er allerdings weniger an den diensteifrigen Wirt, sonder
an die himmlischen Mächte, die dem Besitzer dieser Stätte wohltuender
Gastlichkeit die grandiose Idee mit dem Weinkrug eingegeben hatten. Kurzum, der
fromme König fand, noch schöner als ein Gasthaus nehme sich an diesem Platz eine
Kirche aus. Eine zweite Kirche am gleichen Ort baute schließlich der Zar Dusan
1351. Nach diesen beiden Wohltätern weiß dann die Geschichte nur noch von
Zerstörungen an dem gottgefälligen Bauwerk zu berichten. 1785 vergriffen sich
die Türken daran, 1812 die Franzosen und 1941 die Italiener, so dass heute nur
noch eine Ruine zu sehen ist.
Sveti Stefan (3 m ü. d. Meer)
Rund 10 km südlich von Budva ist in Sveti Stefan ein
Ferientraum Wirklichkeit geworden. Eine Insel, durch Sanddamm mit dem Festland
verbunden, erhebt sich aus dem Meer, auf der alle Häuser nur den Touristen
vorbehalten sind. Auf dem Festland gegenüber können Urlauber in dem bekannten
Hotel Milocer, das früher Sommerresidenz des Königs Alexander und der Königin
Maria von Jugoslawien war, ihre Ferien verbringen.
| Sveti Stefan war
ursprünglich ein Fischerdorf. Die letzten 20 Bewohner räumten ihre Häuser
1955, als der Um- und Ausbau zur Touristensiedlung für gehobene Ansprüche
begann. Als Hotel-Stadt wurde Sveti Stefan 1960 seiner Bestimmung übergeben.
Heute bietet Sveti Stefan seinen Gästen 118 luxuriöse Zimmer und
Appartements in etlichen liebevoll umgestalteten Häuschen. |
 |
Geschichte:
Die Inselsiedlung wurde nach der Überlieferung vom Stamm der
Pastrovici gegründet und 1442 erstmals erwähnt. Die Bewohner scheinen hier
einerseits vor Feinden Schutz gesucht zu haben – sie lagerten Lebensmittel ein;
alte steinerne Ölpressen aus dieser Zeit blieben erhalten. Auf der anderen Seite
griffen die Pastrovici türkische Schiffe an und versteckten ihre Beute auf der
Insel. Sveti Stefan ist lange Zeit ein Vorposten der weiter südlich in Ulcinj
ansässigen Piraten gewesen.
400 Jahre lang konnte sich die Insel als selbständige Kommune
behaupten. Doch seit Ende des 19. Jh. verließen immer mehr Bewohner das Eiland,
um nach den USA auszuwandern. Vom Fischfang allein konnte man nicht mehr leben.
So entstand nach dem Zweiten Weltkrieg der Plan, die Insel touristisch zu nutzen
– als Hotelstadt der Luxuskategorie.
Sehenswertes:
Bei der Besichtigung (5 € Eintritt) von Sveti Stefan gewinnt
der Tourist einen Eindruck von der idyllischen Inselsiedlung, deren
Fischerhäuschen entweder renoviert, oder aus alten Steinen neu errichtet wurden.
Der feine Kiesstrand am Zugang zur Insel zeichnet sich durch bemerkenswerte
Sauberkeit aus. Der Boden fällt langsam ab. Bei einem Spaziergang durch den Park
des gegenüberliegenden Hotels Milocer gelangt man zu dem 1050 gegründeten
orthodoxen Kloster Praskvica.
|
Tivat (5 m ü. d. Meer)
|
  |
Tivat ist ein kleines Städtchen mit Schiffswerft
Kriegshafen. Seine touristische Entwicklung verdankt es dem Flugplatz, der aber
nicht so oft angeflogen wird, das der Lärm den Urlauber stören würde. Die
Badestrände rund um Tivat bestehen aus Beton und Kiesstreifen. Dank der 200
Sonnentage im Jahr dauert die Urlaubersaison hier von April bis Oktober. Im
Herbst und Winter kuren hier Asthmakranke.
Geschichte:
Das Gebiet um Tivat war bereits im Altertum besiedelt, davon
zeugen griechische und römische Funde, Reste von im Meer versunkenen Siedlungen.
Einige Wissenschaftler führen den Namen der Stadt auf die illyrische Königin
Teuta zurück.
Im Mittelalter und später unterhielten Adelige aus der Bucht
von Kotor in Tivat Sommer-Residenzen. Auf der kleinen Insel Prevlaka findet man
Reste des einstigen orthodoxen Klosters des Erzengels Michael (Sveti Arhankjel
Mihajlo). Von 1219 an befand sich hier der Sitz des Episkopats von Zeta und von
1346 an des Bischofs. Das Kloster wurde im 15. Jh. Zerstört. Die jetzt auf
Prevlaka stehende Kirche ist eine Gründung der Gräfin Katarina Vlastelinovic,
die sie in ihrem Testament von 1846 dem montenegrinischen Fürsten Njegos
vermachte. Die Österreicher hinderten Njegos allerdings daran, die Erbschaft zu
übernehmen. Sein Nachfolger Danilo verkaufte schließlich das Eiland.
Südlich von Tivat erstreckt sich die Ebene Solisko polje, wo
seit dem Mittelalter in den Salinen beträchtliche Mengen Salz gewonnen werden.
Venezianer und Türken kämpften wiederholt um die Beherrschung dieser Anlagen.
Kotor führte in der zweiten Hälfte des 14. Jh. deswegen sogar einen Krieg mit
Dubrovnik.
Sehenswertes:
Die Kirche des hl. Anton stammt vermutlich aus dem 14.
Jahrhundert. Lohnend ist außerdem der Besuch im schönen, mit hohen Zypressen
bewachsenen Stadtpark von Tivat, in dem fast das ganze Jahr über die Rosen
blühen. Auf der kleinen Insel Otok vor der Küste Tivats steht ein Kloster, wo
ein der römischen Göttin Juno geweihter Altar gefunden wurde.
Ulcinj (3 m ü. d. Meer)
Ulcinj ist die südlichste Stadt an der montenegrinischen Adriaküste. Im Norden
erstreckt sich der Küstenberg Mozura (622 m) und dicht dahinter ein Teil des
Rumija Gebirges und der Skutari See. Östlich fließt der Fluss Bojana, der die
Grenze zu Albanien bildet und westlich befindet sich die Stadt Bar mit ihrem
großen internationalen Hafen. In Ulcinj endet die schroff abfallende Küste und
verläuft sich bis hin zur albanischen Grenze in weite Ebenen. Ulcinj
unterschiedet sich von anderen Küstenstädten Montenegros vor allem durch seine
Bevölkerung. Die über 300 jährige Türkenherrschaft ließ die
albanisch-mulsimische Bevölkerung die Überhand gewinnen. Heute sind etwa 75 %
der Einwohner albanischer Abstammung, ca. 80 % sind Muslime. Das, und die
Jahrhunderte lange Okkupation durch die Türken, prägt vorherrschend das
Stadtbild. Hier treffen sich Orient und Okzident.
Stadtgeschichte
Ulcinj ist eine der ältesten Städte an
der Adriaküste. Grundrisse einer illyrischen Siedlung wurden bei der
Bodenvorbereitung zur Errichtung des heutigen Salzwerkes nahe Ulcinj gefunden.
Man datiert sie auf das 2. Jh. v. Chr.. Über 2000
Jahre war Ulcinj immer wieder Zielscheibe verschiedener Völker. Einige bleiben
nur kurz, andere hielten sich länger auf, aber alle haben zur Geschichte und
Entwicklung der Stadt etwas beigetragen.
Das antike Colchinium, der
Legende nach durch Seefahrer aus Colchis am schwarzen Meer gegründet, entrissen
im 2. Jh. v. Chr. die Römer den Illyrern. Sie nannten die Stadt Olcinium. Dieser
Name ist bei Livius dem Älteren erwähnt. Während der römischen Herrschaft wurde
Ulcinj befestigte Siedlung römischer Bürger und bekam den Status „oppida civium
romanorum“ – vollkommen selbständige Stadt. Nach der Teilung des Römischen
Reiches fiel Ulcinj der Provinz Prevalis im Östlichen Reich zu und die Bewohner
nahmen das Christentum an. Im 11. Jh. gehörte Ulcinj den Staate Zeta an, ab 1183
wurde es von den Nemajiden regiert, und von 1396 an beherrschten es die Balsici,
eine Dynastie der Großwürdenträger. Von 1420 bis zur Eroberung durch die Türken
1571 stand Ulcinj unter venezianischer Oberhoheit. Die Venezianer errichteten
eine Festung, bauten Paläste, Kirchen, Stadttürme und Plätze. Nach der Eroberung
durch die Türken erhielt die Stadt erneut einen anderen Charakter – sie wurde
orientalisch. Moscheen, Hammams und Turbets wurden gebaut.
Am Anfang der über 300 Jahre
dauernden türkischen Herrschaft wurde Ulcinj mit seiner entstandenen Seeflotte
zum Hauptstützpunkt des Ottomanenreiches an der Adria. Man beförderte Weizen
nach Venedig, Istrien und Triest, Wolle nach Genua und Tabak in die eigenen
adriatischen Häfen. Die Ulcinjer Flotte zählte in ihren Glanzzeiten bis zu 500
Boote. Es gab eine eigene Schiffswerft, in der Schiffe von bis zu 200 Metern
Länge gebaut wurden, und natürlich blieben auch Kriegshandlungen nicht aus.
Als nach dem kandischen Krieg
(1669) 400 Piraten von Malta, Tunis und Algerien in Ulcinj ansässig wurden,
verwandelte es sich im 17. und 18. Jh. in ein gefährliches Piratennest.
Handelsschiffe wurden überfallen und ausgeraubt, und auch der Sklavenhandel
wurde Bestandteil der Stadt.
Im Januar 1878 eroberte
Montenegro Ulcinj, gab es aber im Tausch gegen Gebiete um den Skutari See an die
Türken wieder ab. Erst nach dem Berliner Kongress 1880 wurde Ulcinj endgültig
dem Fürstentum Montenegro zugesprochen.
Altstadt
| Die gesamte Altstadt ist nur zu
Fuß zu begehen. Viele enge Gässchen und Treppen winden sich durch die nicht
unbedingt typische alte Stadt am Mittelmeer, denn sie ist nicht wie
üblicherweise gesäumt von Cafes und Souvenirläden. Die Altstadt von Ulcinj
ist ein fast reines Wohnviertel. Es gibt lediglich ein paar Restaurants und
zwei kleine Hotels. Nahezu die gesamte Altstadt wurde bei dem letzten
schweren Erdbeben 1979 zerstört, aber mit viel Hilfe aus dem In- und Ausland
in relativ kurzer Zeit wieder originalgetreu aufgebaut. Nur ein paar
verstreute Ruinen erinnern noch an das Beben. |
 |
Betritt man die Altstadt vom
kleinen Strand her kommend fallen einem sofort zwei Gebäude ins Auge – das
ehemalige Schloss Balsica und rechts oberhalb der Palast Venezia – heute beides
kleine Hotels. Im oberen Teil der Stadt, gleich neben dem Nordtor, befindet sich
das Städtische Museum. Hier sind auch die interessantesten Denkmäler Ulcinjer
Geschichte zu sehen. Die Kirchen-Moschee ist umgestaltet in das Museum, in dem
alle Funde aus der alten Stadt ausgestellt sind. Gleich hinter dem Museum auf
dem Sklavenplatz liegt die Balsica-Burg, die heute als Galerie dient. Daneben
das Ethnologische Museum und die Überreste eines Minaretts.
Das "neue" Ulcinj
Ein immerwährend gemächlich,
buntes Treiben bestimmt den Anblick dieses Stadtteils. Die vierspurige
Hauptstrasse und die Strasse zum kleinen Strand sind gesäumt von unzähligen
kleinen Cafes, Imbissbuden, Restaurants, Souvenirläden, Bäckereien,
Lebensmittelmärkten und anderen Geschäften. Eigentlich gibt es in Ulcinj nichts,
was es nicht gibt. Und sollte doch einmal etwas fehlen geht man am Freitag auf
den großen Markt an der Hauptstrasse. Dort kommen wöchentlich Bauern und Händler
aus der ganzen Umgebung zusammen und bieten ihre Waren an. Vereinzelt sind dort
auch noch ältere Leute in typisch albanischen oder montenegrinischen Trachten zu
bewundern.
Viele Moscheen und Kirchen gibt
es in Ulcinj. Die wohl interessanteste Kirche ist die orthodoxe Kirche des Hl.
Nikolaus unter Bijela Gora. 1869 noch unter Türkenherrschaft erbaut durfte ihr
Turm nicht höher sein als die Minarette der Stadt. Also baute man den Boden
kurzerhand unterhalb der Erdoberfläche. Ganz in der Nähe steht die katholische
Kirche des Hl. Josef.
|
 |
Die letzte Kirche in Ulcinj, die
1875 unter Türkenherrschaft errichtet wurde. Einen Besuch wert ist in jedem
Fall die Episkopalkirche Hl. Nikolaus unter Meterizi gleich hinter dem
Nordtor der Altstadt. Sie wurde 1890 im Gedenken an die gefallenen
Montenegriner bei der Eroberung Ulcinjs 1878 errichtet. Im 15. Jh. stand
hier ein orthodoxes Kloster, das von den Türken später in eine Moschee
umgewandelt wurde. Das Altarbild dieser Kirche ist ein wertvolles
kunsthistorisches Erbe und wurde von berühmten Ikonographen aus Russland
gemacht.
Außerhalb von Ulcinj an der albanischen
Grenze steht noch eine Kirche des Hl. Nikolaus. Sie gehörte im 13. Jh. zu
einem Benediktinerkloster. Nach einer starken Überflutung durch den Fluss
Bojana wurde die Kirche 1841 abgetragen und auf einem nahegelegenen Berg
wieder aufgebaut. Alljährlich am 9. Mai findet dort eine Prozession statt,
an der die Einheimischen aller Religionen teilnehmen. |
Während sich die Kirchen im
Stadtbild von Ulcinj beinahe verstecken, sind die Minarette der Moscheen nicht
zu übersehen. Die Paschas Moschee nahe der Altstadt, die älteste noch erhaltene
in Ulcinj, wurde 1719 erbaut und ist einzigartig in Montenegro, da sie ein
Hammam, eine Badeanlage, besitzt. Nach der Lehre des Islam musste bei dem
Moscheebau zuerst das Hammam gebaut werden, damit die Arbeiter vor dem
Arbeitsbeginn sich baden und „abdes“ nehmen konnten. Abdes nehmen bedeutet das
Waschen verschiedener Körperteile (Hände, Füße, Gesicht und Hals vor dem Gebet
und Betreten der Moschee). Später ist das Hammam öffentliches Bad geworden. Die
Hauptmoschee Namazdjah liegt im Stadtzentrum von Ulcinj und wurde 1828 erbaut.
Ihr war früher eine Medresse (Religionsschule) angeschlossen. Ganz in der Nähe
steht der 1754 erbaute Uhrturm am Pinjas. Die Moschee Bregut befindet sich
ebenfalls im Stadtzentrum, gleich gegenüber vom Marktplatz. Sie wurde 1783
erbaut.
|